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Wohnen und Gesundheit

Eine behagliche Wohnung und ein attraktives Wohnumfeld leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität. Häufig beeinträchtigen Umwelteinflüsse wie Lärm, Schadstoffe oder Strahlung unser Wohlbefinden. Bei der Wahl des Wohnortes spielen Umweltfaktoren eine zunehmend wichtige Rolle, wobei Umgebungslärm und Elektrosmog ganz oben auf der Kriterienliste stehen. Im Innern der Wohnung sind es belastende Substanzen aus Baumaterialien, Farbanstrichen oder der Wohnungseinrichtung, die sich auf Gesundheit und Wohlbefinden negativ auswirken.

Wohnen und Gesundheit

Umweltfaktoren

Menschen, die an stark befahrenen Strassen wohnen, leiden unter den Auswirkungen des Verkehrs in mehrfacher Hinsicht: Sie sind dort dem Lärm, der Luftverschmutzung und erhöhten physischen Gefahren ausgesetzt. Der Luftverkehr führt in manchen Landesteilen gar zu so schwerwiegenden Beeinträchtigungen, dass Begegnungs- und Aufenthaltsräume im Freien nicht mehr benutzt werden können.

Belastungsfaktoren im Innenraum

Allergene führen zu Überreaktionen unseres Immunsystems. Diese werden meist durch Stoffe aus der Umgebung ausgelöst (zum Beispiel Blütenpollen, Hausstaub, Milben, Tierhaare). Die wirkungsvollsten Massnahmen zur Verminderung sind Reinlichkeit und die Kontrolle des Raumklimas (Luftwechsel, Luftfeuchtigkeit und Temperatur).

Bakterielle Verunreinigung (zum Beispiel Schimmelpilze und Bakterien) sind im Hinblick auf Allergien und asthmatische Erkrankungen von Bedeutung. Bei ungenügender Lüftung bleibt die Feuchtigkeit im Innenraum gefangen und es entstehen günstige Bedingungen für das Wachstum von Milben und Mikroorganismen. Die Ursachen von Schimmelbefall können bauliche Mängel wie auch falsches Benutzungsverhalten sein.
Chemische Schadstoffe oder «Wohngifte» werden durch Emissionen von Materialien (zum Beispiel Formaldehyd, Lösungsmittel von Farb- und Klebstoffen, Biozide), durch den Stoffwechsel des Menschen, durch biologische Verunreinigungen sowie durch verschiedene alltägliche Aktivitäten erzeugt.
Elektromagnetische Felder oder «Elektrosmog» kommen aus natürlicher und immer häufiger auch aus künstlicher Quelle. Elektrische und magnetische Felder sind Kraftfelder, die bei der Erzeugung, beim Transport und Gebrauch von elektrischem Strom entstehen. Der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung ist erst lückenhaft erforscht und deshalb schwierig nachzuweisen.
Radon ist ein im Boden vorkommendes radioaktives Edelgas. Bei durchlässigem Untergrund kann Radongas bis zur Erdoberfläche aufsteigen und ins Haus eindringen. Je höher die Radonbelastung in der Luft ist und je länger man diese Luft einatmet, umso grösser ist das Lungenkrebsrisiko. Radon ist in der Schweiz nach dem Rauchen die wichtigste Ursache für Lungenkrebs.

Fachkontakt: info@bwo.admin.ch

Autor/in: Verena Steiner

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