Veröffentlicht am 17. Februar 2022
Grenchner Wohntage 2006
Die Veranstaltungen im Überblick
Podiumsdiskussion - 31.10.2006
Braucht eine Technologiestadt noch Einwohner?
Die Städte am Jurabogen sind mit der Industrialisierung rasch gewachsen. In der Uhrenkrise verloren sie erheblich an Bevölkerung. Seit einigen Jahren wächst die Wirtschaft wieder, die Bevölkerungsentwicklung hingegen stagniert noch immer. Was gibt es für Rezepte, damit die Region als Wohnort wieder attraktiver wird? Benötigt ein Technologiestandort in der heutigen Zeit, in welcher Pendlerdistanzen von 50 km nicht mehr unüblich sind, überhaupt noch Einwohner? Oder behindert der Wohnungsmarkt gar die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region?
Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Architektur, Wirtschaft und Politik setzt sich anhand von Beispielen anderer Industrieregionen mit diesen brennenden Fragen auseinander.
Offenes Gespräch über das Wohnen - 02.11.2006
Potentiale nutzen und die Wohnqualität steigern
Grenchen, am Jurasüdfuss zwischen Biel und Solothurn gelegen, hat im Wandel vom Bauerndorf zur Uhrenmetropole eine bewegte städtebauliche Entwicklung durchgemacht. Entstanden ist eine breite Palette unterschiedlicher Wohn- und Siedlungsformen. Thomas Keller, dipl. Architekt ETH/SIA vom Büro ARB Arbeitsgruppe in Bern und Thomas Steinbeck, Architekt+Raumplaner SWB/SIA vom Architekturforum im Touringhaus Solothurn, durchstreifen die Stadt und präsentieren ihre Beobachtungen in einem bebilderten Vortrag.
Anhand der Besonderheiten und Potentiale Grenchens wird gezeigt, wie kleine und mittlere Städte ihre Wohnqualität steigern können. Wie sieht die Zukunft dieser Städte aus und wie müssten die Fachleute in Architektur, Planung und Politik auf die Herausforderungen reagieren?
Fachtagung - 09.11.2006
„Public-Cooperative-Partnership" im Wohnungswesen
Eine Tagung für Praktiker der öffentlichen Hand und des gemeinnützigen Wohnungsbaus
Die Anliegen der Städte und Gemeinden sowie der gemeinnützigen Bauträger berühren sich in verschiedenen Politikbereichen, so in der allgemeinen Wohnungsversorgung, beim Wohnen für ältere Menschen, bei der Quartierentwicklung oder bei Integrationsproblemen. Wie können Wohnbaugenossenschaften ihre Erfahrung und ihre Sensibilität in solchen Fragen für die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand nutzbar machen? Mit welchen Instrumenten lassen sich gemeinsame Anliegen verfolgen und wie können sie finanziert werden? Die Tagung wird beispielhaft Modelle von Partnerschaften dokumentieren und eine Plattform bieten für den Gedankenaustausch zwischen Städten und Gemeinden sowie Bauträgern. Sie steht unter dem Patronat des Schweizerischen Städteverbandes und des Schweizerischen Gemeindeverbandes.
Die Handouts
Diskussion - 15.11.2006
Das Hochhaus, der neue Trend im urbanen Wohnen?
Das Hochhaus wird auch für den Wohnungsbau wieder zunehmend salonfähig, und dies nicht nur in den Städten, sondern auch im mittelländischen Siedlungsgebiet. Noch ist nicht ersichtlich, ob es sich dabei um eine kurzlebige Modeerscheinung handelt, oder ob sich die Einstellung zu den „Wohntürmen" bei den Planenden und den Bewohnenden grundlegend verändert. Hat der neue Trend mit der Erkenntnis zu tun, dass unsere bisherigen Bau- und Wohnformen zu einem unverantwortbar grossen Landverbrauch führen. Ist die vertikale Verdichtung das kostengünstige und zukunftsträchtige Rezept gegen die Zersiedelung der Landschaft? Solchen Fragen widmet sich der bekannte Basler Architekt und Messeturmbauer Meinrad Morger Arch. BSA / SIA in einem Vortrag mit anschliessender Diskussion.