Kurzzeitvermietung und Buchungsplattformen NEU
Kurzzeitvermietungen über Buchungsplattformen wie Airbnb, Booking.com oder E-Domizil nehmen zu. Die Online-Vermietung bietet einfachen Zugang zu Unterkünften, ermöglicht ein zusätzliches Einkommen und kann mithelfen, kalte Better besser zu nutzen und damit die lokale Wirtschaft zu stärken. Dieses Angebot hat auch Nachteile: In manchen Städten und Tourismusorten wird Wohnraum für Einheimische und Angestellte knapp, Verkehr und Lärm nehmen zu. Hier erfahren Kantone, Städte und Gemeinden, wie sie auf diese Entwicklung reagieren können.
Mögliche Masnahmen
Gemeinden, Städte und Kantone können verschiedene Massnahmen ergreifen, um die Kurzzeitvermietung über Online-Plattformen zu regulieren. Die Erfahrung zeigt, dass jede Behörde einen auf ihre Situation abgestimmten Mix von Massnahmen zusammenstellen sollte. Eine Pauschallösung gibt es nicht.
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Massnahmen planen
Damit Massnahmen zur Regulierung wirksam, verhältnismässig und politisch tragfähig sind, müssen sie auf die Rahmenbedingungen und Herausforderungen vor Ort zugeschnitten werden. Wichtig für die Planung der Massnahmen sind eine breite Abstützung in der Verwaltung, belastbare Daten als Planungsgrundlage, der Einbezug von Bevölkerung und Zielgruppen sowie die Einbettung in eine übergreifende Wohnraumstrategie.
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Massnahmen durchsetzen
Der Erfolg von Massnahmen zur Regulierung hängt massgeblich davon ab, wie verständlich, kontrollierbar und sanktionierbar sie sind. Die Erfahrungen zeigen, dass dafür der Zugang zu relevanten Daten wichtig ist, ebenso wie eine klare Kommunikation, ausreichende personelle Ressourcen und wenn möglich eine Kooperation mit den Plattformen.
Praxisbeispiele
Einzelne Kantone, Städte und Gemeinden haben Massnahmen erarbeitet, um das Angebot von kurzzeitig vermietetem Wohnraum zu regulieren.

Gemeinde Interlaken
Seit dem Aufkommen der Online-Buchungsplattformen ist in der Gemeinde Interlaken die Zahl der Zweitwohnungen stark gestiegen. Gleichzeitig ist das Wohnungsangebot für die ortsansässige Bevölkerung zurückgegangen und die Immissionen in den Wohnquartieren sind gestiegen. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung einen Massnahmenkatalog erarbeitet, um die auf diesen Plattformen angebotenen Übernachtungsmöglichkeiten zu erfassen und sie je nach Gemeindegebiet spezifisch zu regeln.

Kanton Genf
Der Kanton Genf mit seiner dynamischen Wirtschaft und internationalen Ausstrahlung zieht zahlreiche Reisende an, die häufig aus geschäftlichen Gründen nach Genf kommen. Da Buchungsplattformen Übernachtungen in Wohnungen anbieten, die normalerweise für die Dauermiete gedacht sind, verstärken sie den Wohnungsmangel im Raum Genf zusätzlich. Deshalb hat der Kanton 2018 entschieden, die wiederholte kurzzeitige Vermietung auf 90 Tage pro Jahr zu beschränken. Um die Umsetzung der neu geschaffenen Regeln zu erleichtern, hat der Kanton Genf auf dem Internet zudem entsprechende Informationen aufgeschaltet.

Kanton Waadt
Seit über 20 Jahren ist der Wohnraum im Kanton Waadt knapp, weshalb inzwischen diverse Instrumente und Massnahmen eingeführt wurden, um den gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern und den bestehenden Mietwohnungsbestand zu erhalten. Seit 2022 verfügt der Kanton im Bereich der Parahotellerie zusätzlich zum bestehenden Dispositiv über eine Regulierung für die Vermietung über Online-Plattformen.
Hilfestellungen
Um wirkungsvolle Massnahmen umsetzen zu können, benötigen Behörden ausreichendes Wissen über die rechtlichen Grundlagen, eine fundierte Daten-Basis sowie eine zielführende kommunikative Begleitung.
Rechtsgrundlagen
Die möglichen Regulierungsmassnahmen tangieren verschiedene Rechtsgebiete und unterschiedliche Kompetenzen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebenen:
Daten
Um Regulierungsmassnahmen zu planen und ihre Wirkung zu messen, sind aussagekräftige Daten nötig.
mehr erfahren über Datenerarbeitung und Nutzung
Kommunikation
Damit wirksame Massnahmen beschlossen und umgesetzt werden können, ist es zentral, sowohl bei den relevanten Zielgruppen als auch bei Politik und Bevölkerung eine ausreichende Akzeptanz zu erreichen. Eine frühzeitige und aktive Information ist dabei entscheidend.
mehr erfahren über Information und Einbezug von Bevölkerung und Zielgruppen