Der NDB konkretisiert den Abschluss der Transformation: Neue Organisationsstruktur per 1. Januar 2027
Bern, 22.05.2026 — Der Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) hat heute an einem Mediengespräch vorgestellt, wie er die Transformation des NDB bis Ende 2026 abschliessen will: Per 1. Januar 2027 erhält der NDB eine neue Organisationsstruktur mit vier statt sechs Direktionsbereichen. Entsprechend reduziert sich die Anzahl der GL-Funktionen von sechs auf vier. Die neue Struktur ist nur ein Teil der laufenden Arbeiten; parallel dazu setzt der Direktor seit seinem Amtsantritt Schwerpunkte bei der Führung, der Kultur und der internen Kommunikation. Damit stärkt der NDB seine Handlungsfähigkeit – zugunsten seines nachrichtendienstlichen Kernauftrags.
An der Medienkonferenz vom 26. Februar 2026 hatte der Direktor NDB, Serge Bavaud, eine erste Bilanz seit seinem Amtsantritt gezogen und festgehalten, die Transformation bis Ende 2026 abzuschliessen und den NDB schlanker, effizienter und zukunftsgerichtet aufzustellen. Konkret benannte er Handlungsbedarf bei Zuständigkeiten, Prozessen und Strukturen sowie bei Führung und Steuerung – und sprach die notwendige gemeinsame Bereitschaft für einen Kulturwandel an. Vor dem Hintergrund einer sich erheblich verschlechternden Bedrohungslage und stetig steigender Erwartungen und Anforderungen an den NDB führte der Direktor aus, auch intern Massnahmen zur Effizienzsteigerung zu prüfen und umzusetzen. Auf dieser Auslegeordnung vom Februar 2026 bauen die weiteren Schritte zum Abschluss der Transformation auf. Der Direktor hat sie heute am Mediengespräch vorgestellt.
Vier Direktionsbereiche – kürzere Wege, klarere Schnittstellen
Per 1. Januar 2027 wird der NDB durch vier Direktionsbereiche geführt: Operationen, Führung & Steuerung, Ressourcen sowie Technologie & Fähigkeiten.
Direktor Serge Bavaud heute dazu: «Mit sechs Hauptabteilungen sind die Wege zu lang und die Schnittstellen zu zahlreich. Vier heisst: kürzere Entscheidungswege, klarere Zuständigkeiten – und mehr Zeit für die nachrichtendienstliche Arbeit. Die neue Organisation baut auf den bisherigen Schritten der Transformation auf und entwickelt sie gezielt weiter.»
Geschäftsleitung: angepasste Profile, neue Ausschreibungen
Mit der neuen Struktur verändern sich auch die Aufgabenprofile der Leitungen der Direktionsbereiche. Alle Funktionen der neuen Geschäftsleitung werden ausgeschrieben; für die Mehrheit der Funktionen ist auch eine externe Ausschreibung vorgesehen. Die Verantwortung für die Besetzung liegt beim Direktor NDB.
Zwei heutige Mitglieder der Geschäftsleitung gehen 2027 in Pension und stellen ihre Funktion bereits per 1. Januar 2027 zur Verfügung: Jürg Bühler, stellvertretender Direktor und Chef des Direktionsbereichs «Governance, Risk and Compliance», sowie Jacques Repond, Chef des Direktionsbereichs «Intelligence Capabilities». Beide bleiben bis zu ihrer Pensionierung im Dienst und stellen einen geordneten Übergang sicher.
Zu einzelnen Personen oder zu den Rekrutierungsprozessen äussert sich der NDB aufgrund von Persönlichkeitsrechten nicht.
Mitarbeitende, Führung und Kultur
Die Verbesserung der Situation der Mitarbeitenden hat für Direktor Serge Bavaud seit seinem Amtsantritt erste Priorität. Die Strukturanpassung ist Teil dieses Ziels: Sie schafft klarere Zuständigkeiten, weniger Schnittstellen und kürzere Entscheidungswege. Parallel dazu setzt der Direktor Schwerpunkte bei Führung und Steuerung sowie beim Kulturwandel und bei einer kontinuierlichen, direkten und transparenten internen Kommunikation – auch über den 1. Januar 2027 hinaus.
Weiteres Vorgehen
Der Fokus des NDB liegt weiterhin jederzeit auf dem Erbringen der nachrichtendienstlichen Leistungen. Dazu Direktor Serge Bavaud heute: «Die Strukturanpassung muss den Kernauftrag unterstützen. Daran messe ich jeden einzelnen Schritt.»
Im Stellenbestand gibt es weder einen Auf- noch einen Abbau.
Der Rekrutierungsprozess für die neuen Direktionsbereiche beginnt im Juni 2026, die Entscheide werden im Herbst getroffen. Die neue Geschäftsleitung nimmt ihre Aufgaben grundsätzlich per 1. Januar 2027 auf. Bis dahin führt die heutige Geschäftsleitung den NDB mit vollen Kompetenzen weiter. Übergangsregelungen sind vorgesehen, sollten einzelne Funktionen erst zu einem späteren Zeitpunkt besetzt werden können. Der NDB wird zu den weiteren Schritten zu gegebener Zeit informieren.