Schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen
Natürliche Ressourcen wie Wasser, saubere Luft sowie Boden und Biodiversität bilden die Basis für unsere Lebensqualität. Eine umweltschonende Lebensweise ist notwendig, um diese Ressourcen zu schonen. Dies betrifft auch die Bau- und Wohnungswirtschaft, wo grosse Einsparpotenziale schlummern.
Erhalt von wertvollen Lebensräumen
In Jahren 2016 bis 2023 lag die durchschnittliche jährliche Wohnungsproduktion bei rund 50'000 Wohnungen. Die Bau- und Wohnungswirtschaft trägt einen nicht unerheblichen Anteil zur volkswirtschaftlichen Leistung der Schweiz bei und bietet der Schweizer Bevölkerung eine bedeutende Anzahl von Arbeitsstellen. Sie stellt aber auch eine Belastung für die Umwelt dar, insbesondere durch die Beanspruchung von Flächen für die Bautätigkeit. Die Ausweitung des Siedlungsgebiets hat zahlreiche negative Folgen, so die Zersiedlung der Landschaft, die zunehmende Versiegelung des Bodens und den Verlust von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.
Deshalb soll die Siedlungsentwicklung nach innen gelenkt werden und in erster Linie innerhalb bestehender Bauzonen und über eine verdichtete Bauweise stattfinden. Damit kann nicht nur wertvolles Kulturland geschont werden; die Innenentwicklung bietet auch die Chance, Mobilität und Freiräume neu zu gestalten und letzteren so eine hohe Aufenthaltsqualität sowie ökologische Vielfalt zu verleihen. Damit leistet sie einen wertvollen Beitrag an eine qualitative Quartierentwicklung.
Verbessertes Ressourcenmanagement
Schliesslich prägt auch der Rohstoffverbrauch des Gebäudeparks die Umweltbilanz des Siedlungsraums. Mit der steigenden Anzahl von Wohngebäuden sowie der grösser werdenden Wohnungsflächen steigt auch der Ressourcenkonsum. Sand und Kies sind bspw. die wichtigsten Basismaterialien für die Bauwirtschaft. Doch diese alltäglichen Rohstoffe werden knapp.
Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft (Urban Mining) soll eine nachhaltige Deckung des Baubranchenbedarfs garantieren. Alte Häuser sind der Rohstoff für neue Bauten. Mit der Schliessung dieses Kreislaufes werden Ressourcen geschont, Energie gespart und Deponien verhindert. Doch das «Urban Mining» – also «Bergbau in Siedlungsgebieten» – geschieht noch nicht konsequent. Die Rückbaufähigkeit der Wohngebäude, verbunden mit der Auswahl von rezyklierbaren Baustoffen, verhindert die Produktion von unnützem Abfall. Nachwachsende Rohstoffe wie Holz oder einfach trennbare Komponenten tragen zu einer geringeren ökologischen Belastung bei.
