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Veröffentlicht am 24. April 2025

Wohnüberbauung FAB-Areal Fabrikgässli, Biel/Bienne

Die Genossenschaft FAB-A realisierte auf dem Areal Fabrikgässli / Neuengasse mitten in Biel eine urbane und autofreie Siedlung. Sie ist mit dem öffentlichen Verkehr ideal erschlossen. Für die 20 Wohnungen stehen 100 Velo-Abstellplätze bereit. Der Planungs- und Bauprozess erfolgte durch weitreichende Partizipation der GenossenschafterInnen. Die Siedlung ist im Minergie-P-Standard erstellt. Der Aussenraum ist vielseitig ausgestaltet und nutzbar. Die erdgeschossigen sowie die obergeschossigen Wohnungszugänge mit Laubengang fördern die Kommunikation.

Objektbeschrieb

Die sorgfältige Einpassung des differenzierten Wohnungsmixes in die schwierigen Randbedingungen der Parzelle ermöglicht qualitativ gutes Wohnen. Hervorzuheben sind dabei die Maisonette-Wohnungen entlang der langen Brandwand, deren Schnittlösung durch überhohe Räume und Oberlichter die einseitige Orientierung nach Osten wirkungsvoll kompensiert. Gemeinschaftlich genutzte Zonen wie ein Multifunktionsraum, ein Gästezimmer und die grosszügige Dachterrasse mit Waschpavillon ergänzen und erweitern den privaten Wohnraum der 17 Wohnungen und drei Wohnateliers. Letztere haben keinen privaten Aussenbereich, liegen jedoch erdgeschossig und können zur Strassenseite hin die grosse Fensterfront als Schaufenster nutzen.
Die Adresse «Fabrikgässli» verweist auf den ehemaligen Gewerbestandort. Der Neubau knüpft an die Vergangenheit des Ortes an, indem er diese Atmosphäre aufspürt und weniger nach formaler Ästhetik sucht. Diese Haltung macht das Gebäude nahbar, es lädt seine BewohnerInnen zur Aneignung ein und macht es robust gegenüber Veränderung. Das Gebäude wurde in Hybrid-Bauweise mit einer Fassade aus vorfabrizierten Holzelementen realisiert.Der im Innenhof mit einer breiten Treppe erschlossene zentrale Bereich im Hochparterre ist Platz und gedeckter Eingang mit Sonnerie und Lift zugleich (Hausallmend). Von hier aus werden die Lobby (Gemeinschaftsraum), die Gemeinschaftsküche und der Wachsalon erschlossen. Die Laubengänge führen zu den Wohnungen und zu den Fluchttreppenhäusern am Ende der beiden Gebäude-flügel. Über alle Treppenhäuser kann die gemeinschaftlich unterhaltene und genutzte Dachterrasse erreicht werden. Weitere gemeinschaftliche Einrichtungen wie das Gästezimmer, der Musikraum und eine Werkstatt befinden sich auf unterschiedlichen Geschossen. Nicht nur die Grundrisse der insgesamt 33 Wohnungen sind sparsam ausgelegt, auch beim Materialkonzept wurden die Aspekt der Finanzierbarkeit berücksichtigt.

Innovation

Neben dem autofreien Konzept werden als Innovationen vor allem die clevere Nutzungs- und Funktionsüberlagerung gewürdigt. Diese umfassen die Wohn- ateliers, den gemeinschaftlichen hofseitigen Aussenraum sowie die interessante Schnittlösung mit der wirkungsvollen Lichtführung bei den Duplexwohnungen.

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