Zum Hauptinhalt springen

Veröffentlicht am 28. August 2026

Kurzzeitvermietung und Buchungsplattformen

Kurzzeitvermietungen über Buchungsplattformen wie Airbnb, Booking.com oder E-Domizil nehmen zu. Die Online-Vermietung bietet einfachen Zugang zu Unterkünften, ermöglicht ein zusätzliches Einkommen und kann mithelfen, kalte Betten besser zu nutzen und damit die lokale Wirtschaft zu stärken. Dieses Angebot hat auch Nachteile: In manchen Städten und Tourismusorten wird Wohnraum für Einheimische und Angestellte knapp, Verkehr und Lärm nehmen zu. Hier erfahren Kantone, Städte und Gemeinden, wie sie auf diese Entwicklung reagieren können.

Was können Gemeinden, Städte und Kantone tun?

Gemeinden, Städte und Kantone können verschiedene Massnahmen ergreifen, um so Rahmenbedingungen für die Kurzzeitvermietung über Online-Plattformen festzulegen. Die Erfahrung zeigt, dass jede Behörde einen auf ihre Situation abgestimmten Mix von Massnahmen zusammenstellen sollte. Eine Pauschallösung gibt es nicht.

Mögliche Massnahmen

mehr über die Massnahmen erfahren

Massnahmen planen

Damit Massnahmen zur Regulierung wirksam, verhältnismässig und politisch tragfähig sind, müssen sie auf die Rahmenbedingungen und Herausforderungen vor Ort abgestimmt werden. Hilfreich für die Planung der Massnahmen sind eine breite Abstützung in der Verwaltung, belastbare Daten als Planungsgrundlage, der Einbezug von Bevölkerung und Zielgruppen sowie die Einbettung in eine umfassende Wohnraumstrategie.

mehr über die Planung von Massnahmen erfahren

Massnahmen durchsetzen

Der Erfolg von Massnahmen zur Regulierung hängt massgeblich davon ab, wie verständlich und wie einfach umsetzbar sie sind (lassen sie sich überprüfen und durchsetzen?). Die Erfahrungen zeigen, dass dafür der Zugang zu relevanten Daten wichtig ist, ebenso wie eine klare Kommunikation, ausreichende personelle Ressourcen und wenn möglich eine Kooperation mit den Plattformen.

mehr über die Durchsetzung von Massnahmen erfahren

Praxisbeispiele

Einzelne Kantone, Städte und Gemeinden haben Massnahmen erarbeitet, um das Angebot von kurzzeitig vermietetem Wohnraum zu regulieren. Unten finden Sie eine Auswahl an Praxisbeispielen. Weitere Beispiele finden sich in einem Bericht der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB

Luftbild Interlaken

28. August 2026

Gemeinde Interlaken

Interlaken setzt auf raumplanerische Massnahmen: Im Zentrum und in Mischzonen hat Interlaken unterschiedliche Erstwohnungsanteile festgelegt und in Wohnzonen die kurzzeitige Vermietung stark eingeschränkt.

Stadt Bern

28. August 2026

Stadt Bern

In der Berner Altstadt dürfen gewisse Wohnungen höchstens 90 Tage im Jahr kurzzeitig vermietet werden. Damit will Bern der Verdrängung der Bevölkerung durch Kurzzeitvermietungsangebote entgegenwirken.

Stadt Luzern

28. August 2026

Stadt Luzern

Die Stadtbehörden von Luzern haben eine Registrierungspflicht eingeführt und setzen auf die 90-Tage-Regel. Anbieterinnen und Anbieter von kurzfristig vermietetem Wohnraum sind verpflichtet, ihre Daten offenzulegen.

Genf

28. August 2026

Kanton Genf

Der Kanton Genf hat als erste Schweizer Behörde die wiederholte kurzzeitige Vermietung von Wohnungen auf 90 Tage pro Jahr beschränkt.

Luftbild Kanton Waadt

28. August 2026

Kanton Waadt

Der Kanton Waadt hat eine Bewilligungspflicht zur Nutzungsänderung für bisherige Mietwohnungen eingeführt, wenn diese für mehr als 90 Tage pro Jahr auf Airbnb angeboten werden sollen. Er unterstützt die Gemeinden bei der Umsetzung dieser Massnahme, indem er ihnen ein System zur Überwachung und Analyse der Kurzzeitvermietungen zur Verfügung stellt, das von einem externen Anbieter im Rahmen eines Leistungsauftrags entwickelt wurde und den territorialen und regulierungsrechtlichen Besonderheiten des Kantons entspricht.

Luftbild Lugano

28. August 2026

Kanton Tessin

Das Tessin ist der erste Schweizer Kanton, der die Angabe einer Identifikationsnummer aufgenommen hat.

Hilfestellungen

Um wirkungsvolle Massnahmen umsetzen zu können, benötigen Behörden ausreichendes Wissen über die rechtlichen Grundlagen, eine fundierte Daten-Basis sowie eine zielführende kommunikative Begleitung.

Rechtsgrundlagen

Die möglichen Regulierungsmassnahmen tangieren verschiedene Rechtsgebiete und unterschiedliche Kompetenzen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebenen:

Daten

Um Regulierungsmassnahmen zu planen und ihre Wirkung zu messen, sind aussagekräftige Daten nötig.

mehr erfahren über Datenerarbeitung und Nutzung

Kommunikation

Damit wirksame Massnahmen beschlossen und umgesetzt werden können, ist es zentral, sowohl bei den relevanten Zielgruppen als auch bei Politik und Bevölkerung eine ausreichende Akzeptanz zu erreichen. Eine frühzeitige und aktive Information ist dabei entscheidend.

mehr erfahren über Information und Einbezug von Bevölkerung und Zielgruppen