Wohnungsmarkt 2011: Trotz hoher Bautätigkeit keine Entspannung in den attraktiven Regionen

Grenchen, 25.07.2012 - Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt war 2011 trotz starker Neubautätigkeit angespannter als im Vorjahr. Die knappsten Märkte befinden sich weiterhin in der Grossregion Zürich sowie in Teilen der Zentral- und Westschweiz. Dies zeigt eine aktualisierte Untersuchung im Auftrag des Bundesamtes für Wohnungswesen (BWO) über die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf den Wohnungsmarkt.

Nach einer gewissen Entspannung im Vorjahr hat sich aus Sicht der Wohnungssuchenden im 2011 die Marktsituation wieder verschlechtert. Im Mietwohnungsbereich konnte die Erweiterung des Angebots in den Ballungszentren nicht mit dem Haushaltswachstum mithalten. Entsprechend sind 2011 dort die Angebotsmieten wieder stärker gestiegen als im Vorjahr. Vor allem im Grossraum Zürich hat die Knappheit auf Regionen übergegriffen, die in den Vorjahren einen ausgeglichenen Markt kannten. Im Markt für Wohneigentum sind gegenüber dem Vorjahr in fast allen Regionen eine starke Verknappung und entsprechende Preissteigerungen festzustellen. Letztere fielen in der Westschweiz, in der Region Zürich und in der Zentralschweiz überdurchschnittlich aus. Während die Zuwanderung die Entwicklung im Mietwohnungsbereich in attraktiven Regionen signifikant beeinflusst, geht die Nachfrage nach Wohneigentum fast ausschliesslich von Schweizer Haushalten aus. Ausländische Haushalte machen schweizweit nur gut 6% der Eigentümerhaushalte aus, und dieser Anteil stagniert seit mehreren Jahren.

Die von der Arbeitsgemeinschaft Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw) / Meta-Sys AG durchgeführte Untersuchung wird im Rahmen der Beobachtung der Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf die Schweiz jährlich aktualisiert. Sie liegt in Form von Kurzberichten für die ganze Schweiz und für sieben Regionen vor. Die Resultate decken sich weitgehend mit den diesbezüglichen Ausführungen im Bericht des Bundesrates über die Personenfreizügigkeit und die Zuwanderung in die Schweiz vom 4. Juli 2012. In diesem Zusammenhang hat der Bundesrat das BWO beauftragt zu prüfen, mit welchen Massnahmen das Angebot an preisgünstigen Wohnungen ausgeweitet werden könnte.


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