Wohnen und Energie

Die klimapolitischen Ziele der Schweiz und die Energiestrategie des Bundes verlangen eine Reduktion der CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs. Im Wohnbereich fällt ein hoher Anteil der Emissionen und des Verbrauchs an. Richtlinien im Neubaubereich sowie energetischen Sanierungen im Gebäudebestand sollen zur Senkung beitragen.

Energieverbrauch nach Verwendungszwecken: Anteil 2014 der 4 Sektoren in %
Energieverbrauch nach Verwendungszwecken: Anteil 2014 der 4 Sektoren in %
© BFE: Analyse des schweizerischen Energieverbrauchs 2000 - 2014 nach Verwendungszwecken

Private Haushalte: Aufteilung des Raumwärmeverbrauchs 2014 nach Energieträgern
Private Haushalte: Aufteilung des Raumwärmeverbrauchs 2014 nach Energieträgern
© BFE: Analyse des schweizerischen Energieverbrauchs 2000 - 2014 nach Verwendungszwecken

Energetische Massnahmen

Ein beträchtlicher Teil des Energieverbrauchs fällt auf den Gebäude- und Wohnbereich. Noch immer wird der überwiegende Teil aller Wohnungen mit fossilen Brennstoffen beheizt. Um die Schweizer Energie- und Klimaziele zu erreichen (zu welchen sich unser Land mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls und dem Abkommen von Paris verpflichtet hat), sind Massnahmen für mehr Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien eingeleitet worden. Dazu wurde das Programm «EnergieSchweiz» im Januar 2001 lanciert, das heute vom Bundesamt für Energie in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen umgesetzt wird. Unterstützt werden zum Beispiel der Minergie-Verein und der Trägerverein «Label Energiestadt».

Fördermassnahmen

Für die Förderung im Gebäudebereich sind die Kantone zuständig. Der Bund kennt keine Programme zur direkten finanziellen Unterstützung von energetischen Gebäudesanierungen sowie der vermehrten Nutzung erneuerbarer Energien und von Abwärme. Mit Geldern aus der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe stellt der Bund jedoch bis 2020 jährlich 260 Mio. Franken für das nationale Gebäudeprogramm zur Verfügung. Dieses wird von den Kantonen umgesetzt.

Wohnungspolitische Herausforderungen

Zwischen energiepolitischen und wohnungspolitischen Anliegen bestehen Zielkonflikte. Die durch energetische Sanierungen verursachten Mietzinserhöhungen und die geringen Einsparungen aufgrund der tiefen Energiepreise lassen für die Bewohnerinnen und Bewohner die Rechnung oft nicht aufgehen: der geringere Energiekonsum ist für sie häufig mit Mehrkosten verbunden. Es braucht daher weitergehende Überlegungen, wie die Ziele des Energiesparens und der Bezahlbarkeit der Wohnung in Einklang gebracht werden können.

Weitere Informationen

https://www.bwo.admin.ch/content/bwo/de/home/wie-wir-wohnen/energie.html