Dichte und Siedlungsqualität

Die Produktion von Wohnraum findet zunehmend in bereits bebauten Gebieten statt. Dieser Prozess der Verdichtung hat sorgfältig zu erfolgen. Insbesondere gilt es darauf zu achten, dass vorhandene Qualitäten betreffend Bausubstanz und Nachbarschaft nicht verloren gehen und dass der Wohnraum bezahlbar bleibt.

Erlenmatt, Basel

Die schwierige Umsetzung der Verdichtung

Die Bautätigkeit findet zunehmend innerhalb der gebauten Strukturen statt, insbesondere seit dem Inkrafttreten des revidierten Raumplanungsgesetzes im Jahr 2014, welches die Siedlungsentwicklung nach innen propagiert.

Seitdem geben Fragen rund um die Dichte viel Diskussionsstoff. Zwar werden die Vorteile vom dichten Bauen allgemein anerkannt, insbesondere im Hinblick auf die Erhaltung von Kulturland und die Vermeidung der Zersiedelung. Es stehen aber auch einige im Namen dieses Prinzips realisierte Projekte unter Kritik, als Ursache für das Verschwinden von Erholungs- und Begegnungsräumen, den Wandel des Quartiercharakters sowie der Bevölkerungsstruktur oder steigende Wohnungspreise.

Qualitätsvolle Siedlungsentwicklung

Die Entwicklung nach innen eröffnet die Möglichkeit, das Wohnungsangebot dort zu erweitern, wo auch Arbeitsplätze und Dienstleistungen vorzufinden sind. Dies allein ist aber nicht ausreichend, um die Lebensqualität der Einwohnerschaft zu heben. Dazu müssen die Verdichtungsbestrebungen mit weiteren Zielen versehen werden, wie dies verschiedene Beispiele belegen. So kann ein Verdichtungsprozess bspw. ein Mittel zur Verbesserung der Wohnverhältnisse sein, wenn an geeigneten Standorten altersgerechter Wohnraum geschaffen wird, oder die Finanzierung von energetischen Sanierungen möglich machen. Ein erschwingliches, den Bedürfnissen der Bevölkerung angepasstes Wohnungsangebot ist somit ein integraler Bestandteil einer qualitätsvollen Siedlungsentwicklung.

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Letzte Änderung 26.06.2020

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